Sonntag, 24. Januar 2016

Zauberhaft

Es gibt vieles in dieser Welt, was sich erklären lässt. Interessant sind aber gerade die Dinge, die sich nicht erklären lassen. Und genau dazu diente dieses Wochenende. Zusammen mit Michael alias Tommy bright, durften wir(das waren ein paar wenige Studenten und ich) viel über Sie Zauberkunst lernen. Welche Tricks und kniffe werden verwendet, wie trete ich auf, dass es nicht nur so rüber kommt wie: hey ich kann was und du nicht. Und zu guter letzt, wie das ganze mit der Verkündigung des Evangeliums verknüpft werden kann.

Montag, 18. Januar 2016

Schon wieder rum?

Wer kann sich noch an 2015 erinnern? Wer weis noch, welche Highlights er erlebt hat? Welche Tiefs durchlitten wurden? Welche Menschen man kennen gelernt hat? Welche Verluste man hinnehmen musste? Welche Orte man bereist hat und von wo man Abschied nehmen musste? All das scheint mir irgendwie schon wieder so weit weg. Das Jahr 2016 hat mich schon in seinem festen Griff. Die Dinge die kommen werden. Verpflichtungen, welche einen einholen. Prüfungen die anstehen. Nicht nur fürs Studium. Nein, auch Prüfungen im Alltag. Stress der aufkommt. Vermutlich auch schwere Zeiten, die ich noch nicht abschätzen kann. Warum nun dieser Eintrag? Um inne zu halten. Zurück zu blicken. Nach vorne zu blicken. Still zu werden. Laut zu werden. Ein Jahresrückblick? Warum solltest du dir so etwas jetzt reinziehen? Warum ein Jahresrückblick von einer anderen Person lesen? Vielleicht kann ich dich ja mit hineinnehmen in den ein oder anderen Gedanken, den ich letztes Jahr hatte. Vielleicht, ja aber auch nur vielleicht, lässt dich ein Gedanke nicht mehr los und schon hat es sich für dich gelohnt.
Leiterschaft:
Ein sehr großes Thema im Jahr 2015 war für mich die Aufgabe des 1. Vorsitzenden im Kreisverband Enz-Nagold vom SWD-EC. Mein persönliches Ja habe ich bereits 2014 gegeben. Aber dennoch war das Thema "Leiterschaft" ein Thema, welches mich bis zuletzt immer wieder beschäftigt hat. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es stets ein Thema in meinem persönlichen Mentoring war. Was bedeutet Leiterschaft? Wie werde ich ein guter Leiter? Was macht einen Leiter aus? Kann man einer werden oder nur als einer geboren werden? Welche biblischen Leitungsprinzipien gibt es und wo unterscheiden sie sich von wirtschaftlichen? Welcher Leitertyp bin ich? 
Diese Fragen und noch viele mehr beschäftigten mich das gesamte Jahr über. Angefangen hat das aber sehr wohl im Januar letzten Jahres. Und das Thema ist noch lange nicht gegessen. Gefühlt habe ich erst ein wenig an der Oberfläche gekratzt. Einige Dinge sind mir schon klar geworden und andere verwirren einen mehr, als dass sie helfen. Ein sehr wichtiger und sehr spannender Wendepunkt war auch ein Wochenende mit Hanspeter Wolfsberger. Dies war zwar schon im Herbst 2015 aber dennoch ein sehr spannendes Wochenende mit einer erstaunlichen Person. Er ist ehemaliger Leiter der Liebenzeller Mission und war ausschlaggebend für einen Umbruch des Missionswerkes. 
Mission:
Garantiert nicht meine erste Berufswahl. Bis jetzt zumindest. Dennoch kam ich dem Gedanken in diesem Jahr eher näher als ferner. Vor allem dann im 3. Semester war es spannend zu hören, wie sich manche Interkulturelle Frage stellt. Gerade auch mit dem großen Thema der Flüchtlinge, die ich hier gar nicht näher beleuchten will. Dazu habe ich bereits einen Blogeintrag geschrieben. IGI war für mich ein sehr spannendes Modul. Introduction into Global Issues. Wer mehr über das Fach wissen möchte, darf gerne auf den Reiter "Studium" klicken. Dort gibts mehr Infos. 
Jedenfalls gab es innerhalb des Studiums immer wieder Berührungspunkte mit diesem Thema. Vor allem an den Geschwistertagen im Herbst hatte ich ein einschneidendes Erlebnis. Ein Deal mit Gott. Sollte Gott mich in der Mission haben wollen, dann habe ich von meiner Seite aus (bisher) unter der ein oder anderen Bedingung mein Ja dazu. Natürlich will ich Gott darauf nicht beschränken und wer weis, wie er mich und meine Umstände noch verändert. 

Persönlichkeit:
So ein Studium an der IHL ist nicht nur reine Wissensvermittlung. Es kommen ebenso immer wieder sehr viele persönlichkeitsentwickelnde Fragestellungen auf einen zu. So habe ich mir im letzten Jahr sehr viele Gedanken über mich machen dürfen, über meine Persönlichkeit, über meine Berufung bzw. meinen Beruf. Was passt zu mir? Wer bin ich eigentlich? Wohin treibt es mich? Wie wirke ich? Wie komme ich mit Menschen aus? Usw. Ebenso das Leben in einer WG ist zutiefst spannend. Es gibt viel, an dem ich arbeiten kann/muss/sollte. Aber auch vieles, so denke ich, das auch passt und stimmt. Gerade auch das vorhin schon angesprochene Mentoring ist eine sehr große Hilfe sich selbst hin und wieder zu hinterfragen und neue Wege zu gehen und manche Eigenschaften auszubauen. 
Machst du dir Gedanken über dich selbst? Ich lade dich dazu ein es zu versuchen. Mir hat es bisher sehr viel gebracht. 

Natur:
Eine Sache, die mir im Nachhinein enorm aufgefallen ist: Ich merke, dass mir die Natur immer wichtiger wird. Klar, das weis man ja irgendwie. Natur ist schön und erstaunlich und Gottes Schöpfung usw., aber was wirklich dahinter steckt. Welche atemberaubende Schönheit zu finden ist... Wow. Ich habe gemerkt, dass ich durch die ein oder andere Aktion mehr Lust verspüre mich in der Natur aufzuhalten. Wie gut es tut. Wie gut es auch Kindern tut. Wie man dieses Geschenk Gottes auch in seinen Gruppen und Kreisen einsetzen kann. Vielleicht findet sich ja nächsten Sommer jemand, der mit mir auf eine kleine Wandertour oder so etwas ähnliches gehen will (Es sei gleich gesagt, dass ich nicht geübt bin und keine Überlängen Tour mache. Mir würden 5 Tage reichen^^).


Ich habe bewusst Abstand davon genommen Ereignisse aufzuzählen. Vielleicht waren es auch noch mehr Punkte, die mich thematisch besonders beschäftigt haben, aber diese 4 hier waren die, für mich, eindrucksvollsten. Diese vier Punkte zogen sich vor allem durch das gesamte letzte Jahr.
Ich bin gespannt was in diesem Jahr auf mich zukommt. Über welche Dinge ich dieses Jahr mehr nachdenken werde und wohin mich die Reise 2016 hinführen möchte. Ich bin auch gespannt wo es dich hin verschlägt lieber Leser. Ich bin gespannt, wo sich unsere Wege wieder kreuzen.

Und nun genug der Gefühle. Ein gesegnetes Jahr 2016 wünsche ich Dir.
Und dir natürlich auch^^

Montag, 23. November 2015

die Anderen

Auf der gesamten Welt scheint es im Moment drunter und drüber zu gehen. Die Flüchtlingsfrage in Deutschland, die Konsequenzen aus dem Pariser Attentat, der Krieg in Syrien, das Verhalten der großen Mächte der Welt wie USA und Russland usw. Vermutlich könnte man hier noch eine ewig lange Liste machen. Theoretisch hätte man einen riesigen Pool an Themen für einen solchen Blogeintrag wie heute. Und eigentlich schreibe ich gerade auch nur drauf los, dass mal wieder etwas Leben hier herein kommt. Nicht wundern also, wenn es etwas unkoordiniert erscheint.

Ich will gar nicht das schreiben, was sowieso schon überall steht. Ich will nicht noch einmal Gedanken zu Paris und zu Flüchtlingen preis geben. Die meisten, die das lesen kennen mich ja doch irgendwie. Ich will uns und damit auch mich nur mal wieder neu hinterfragen. Hinterfragen, warum wir eigentlich immer von "den Flüchtlingen" reden. Nein, ich will das Wort nicht in "Ausländer" umtaufen. Denn irgendwie ist ja doch alles falsch, was man sagt. Ich will auf etwas anderes hinaus.
Wir schaffen Abstand. Warum reden wir nicht einfach von Menschen. Menschen wie du und ich. Menschen, die gerade eine sehr krasse Lebensphase haben. Menschen, die Hilfe suchen. Menschen. Nicht mehr und nicht weniger.

Sehr oft habe ich in den letzten Tagen immer mal wieder lesen müssen, dass wir uns doch zuerst mal um unser eigenes Volk kümmern müssen. Das wir zuerst an unsere Kinder denken sollen und die Gelder für unsere Schulen und unsere Gemeinden ausgeben sollten. Wie ich so etwas hasse. Da werd ich irgendwie innerlich immer aggressiv. Warum um alles in der Welt machen wir schon wieder einen Unterschied, ob der Mensch aus Deutschland kommt oder aus Syrien? Warum muss ich dafür kämpfen, dass mein Kind die optimalste Bildung bekommt, aber ich kämpfe nicht dafür, dass Kinder von anderen Menschen überhaupt die Chance auf Bildung haben? Warum muss ich dafür kämpfen, dass ich noch fairer bezahlt werde, aber ich kämpfe nicht dafür, dass junge Erwachsene überhaupt arbeiten dürfen? Warum mache ich einen Unterschied zwischen den einen Menschen und den anderen? Warum steht meine "Nationalität" dazwischen? Nicht falsch verstehen bitte. ErzieherInnen sind unterbezahlt und die Situation in Deutschland ist alles andere als schön. Wir müssen dafür kämpfen. Ganz klar. Und auch schlechte Arbeitsbedingungen sind ein Missstand. Dennoch frage ich mich, warum so viele "uns Deutsche" für so wichtig halten, dass anderen Menschen die Chance auf Leben so gnadenlos abgesprochen wird.

Jetzt bin ich doch etwas politisch und allgemein geworden. Dennoch war mir das irgendwie wichtig. Ähnliches gilt übrigens für den Terror in Paris. Keine Frage. Es ist schrecklich. Schrecklich, dass Menschen zu so etwas fähig sind. Und auf der anderen Seite sehe ich die Menschen, wie sie mit Paris solidarisieren aber nicht mit den anderen Orten der Welt, wo es weitaus schlimmeren Terror gibt. Aber es betrifft uns kaum. Überall anders bleibt es einfach nur eine Meldung, anstatt uns ebenso zu erschüttern. Abstumpfung nennt man das. Wo der Terror zum Alltag geworden ist, sollte er nicht als normal verharmlost werden.

Jetzt habe ich mir aber auch Gedanken darüber gemacht, was es für uns und vor allem für mich bedeutet. Was kann ich tun? Was sind meine Möglichkeiten? Was könnte ich in die Hand nehmen. Was könntest auch du in die Hand nehmen:

  • Geh in die Politik! Viel zu wenige Christen gehen aktiv in die Politik. Dort haben wir vermutlich unter anderem die größten Möglichkeiten etwas zu ändern.
  • Hör auf von uns und von "den Flüchtlingen" zu reden. Rede lieber von Menschen. Denn das sind sie. Ihre Identität besteht nicht daraus Flüchtling zu sein. 
  • Nimm ein Kind auf. Viele der Menschen aus Syrien und Co. haben keine Eltern mehr und sind Kinder. In einer Familie aufzuwachsen kann eine riesige Chance sein. Natürlich auch eine riesige Herausforderung. Vor allem für dich. 
  • Baue Freundschaften auf. Lerne sie kennen und lerne von ihrer Kultur und ihrer Persönlichkeit.  Lerne und sei einfach für die Menschen da. 
  • Baue Vorurteile ab. Glaub nicht alles, was du liest und hörst. Warum muss ein Syrer in zerrissenen Hosen und abgenutzten Klamotten herumlaufen? Richtig. Das muss er nicht. 
Das sind nur ein paar wenige Punkte. Bei der Politik und dem Aufnehmen eines Kindes gebe ich selbst zu: Das wird nicht mein Weg sein. Zumindest nicht in den nächsten Jahren. Dennoch sind mir die Gedanken durch den Kopf gegangen. Und ich lade dich ein, dir das dennoch kurz zu überlegen, ob du das machen würdest. 

Was mir ein großes Anliegen ist:
Behandle Menschen doch bitte wie Menschen.

Natürlich läuft auch viel schief. Und Kulturunterschiede sind nicht immer einfach. Und Deutschland wird sich verändern. Ganz klar. Aber Veränderungen sind wichtig. Wie sollen wir denn weltweit zusammenwachsen, wenn wir isoliert voneinander leben? Wenn wir nicht alle Menschen als Menschen betrachten? Wenn wir einen Unterschied sehen zwischen Uns und den Anderen?

Jetzt habe ich aber genug geschrieben. Mehr als ich eigentlich ursprünglich wollte. Und es gäbe noch so viel mehr zu sagen. 
Wie gehts mir? Gut. Was mache ich gerade? viel, aber irgendwie zu wenig. Sehr paradox. Drücke ich mich vor dem Lernen? Schon möglich. Aber wer tut das nicht. Richtig! Der letzte Satz war eine Feststellung und keine Frage. Und jetzt? Warte bitte auf den nächsten BlogEintrag!

Sonntag, 18. Oktober 2015

Deal or no Deal

Wow! Wie lange ist es nun schon her? Monate. Gefühlt Jahre. Und heute schreibe ich einen neuen Eintrag. Obwohl ich eigentlich eher im Stress bin, als dass ich eine freie Minute habe. Was ist so los? Was gibts Neues? Ich könnte sehr viel schreiben, aber das meiste liegt jetzt schon eine ganze Weile zurück. So dass ihr mich einfach fragen müsst.

Über was ich heute schreiben will ist etwas ganz anderes. Ich hatte ja schon angedeutet, dass ich viel mehr inhaltliche Themen ansprechen möchte. Immer auch mit der Verbindung zu meinem eigenen Leben. Gerade erst jetzt war eine ich glaub's Woche. Ein Thema in einem Ort war "Deal or no Deal". Ich selbst war an diesem Abend nicht da, aber ich fand es sehr interessant zu sehen, wie oft mir dieses Thema nun die letzten Wochen begegnet ist. Die Frage beschäftigte mich nun schon seit einer ganzen Weile: Darf ich bzw. kann ich mich mit Gott auf einen Deal einlassen? Einen Pakt mit ihm schließen? Wenn du das tust, dann tue ich das! Geht das?
Gerade im Alten Testament lesen wir so häufig davon. Es geschehen gefühlt Wunder am laufenden Band. Gott bewirkt so viele wundersame Dinge, dass die Menschen schon gar nicht anders können, wie ihr Versprechen zu halten. Oder die Zusage Gottes zu hören. Inwieweit steht mir das selbst zu?

Mich beschäftigt die Frage deshalb so arg, weil ich selbst einen solchen Deal mit Gott eingegangen bin. Wer in Liebenzell studiert, der wird schon fast zwangsläufig mit dem Thema Mission konfrontiert. Wer mich etwas kennt, der weis, dass ich nicht der Typ Mensch bin, der Freude frohlockend mit 70 Hallelujas in die Mission gehen würde. Das war nie mein Traum. Und doch merke ich, wie dieser Gedanke der Mission in mir arbeitet. Wie er immer wieder kommt. Wie ich mir vorstelle in diesem oder jenem Land Menschen von Jesus zu erzählen. So wirklich vorstellen kann ich es mir noch immer nicht. Aber ich hätte ein Wunschland, in das es mich ziehen würde. Das verrate ich nicht. Denn das ist Inhalt des Deals.
Letztens waren auf dem Berg Geschwistertage. Also alle Menschen, die der Geschwisterschaft angehören waren eingeladen für zwei Tage Programm in Bali. Wir als Studenten sind zu den Abendveranstaltung verpflichtend eingeladen. Am Montag war Albert Frey zu Gast und gab ein sehr schönes Konzert wie ich finde. Mitten im Konzert komme ich ins grübeln. Und ich merke irgendwie, dass ich ins Gespräch mit Gott komme. Was mache ich in der Zukunft? Wo gehts nach dem Studium hin? Wo will mich Gott haben? Und ich beginne mit Gott zu ringen, weil ich merke, dass er mich fragt, ob Mission nicht etwas wäre. Ich sträube mich etwas dagegen. Dann spreche ich es gedanklich aus: "Gott, ich kann mir Mission nicht vorstellen. Zumindest nicht überall. Ein Land würde ich machen. Aber ich werde nicht von mir aus gehen. Es muss mich jemand fragen. Wenn mich eine Person fragt, ob ich nach **** gehen würde und diese Person die Macht hat, dies zu veranlassen, dann werde ich Ja sagen."
Das war mein Deal mit Gott. Es gab keine Pause. Direkt anschließend, ohne, dass ich auch nur einen weiteren Gedanken denken konnte begann Albert Frey zu reden. Schon als er begonnen hatte, hatte ich das Gefühl, ich sollte jetzt zuhören. Er meinte, er hätte einen Eindruck, den er loswerden möchte. Gott wolle etwas durch ihn sagen. Ich kann mich noch an jedes Wort erinnern. Er sagte: "Ich habe deinen hohen Einsatz gehört. Aber jetzt ruhe dich aus."
Klar könnte man meinen, dass diese Worte an Hauptamtliche gerichtet waren. Mit Sicherheit hat das vielleicht auch der ein oder andere sehr gut gebraucht. Aber ich habe in dieser Sekunde nur noch an meinen Deal gedacht. Er sieht meinen Einsatz. Alles, was ich aufgeben würde. Meine Sicherheiten hier daheim. Das war ja schon vor einer ganzen Weile mal ein Thema, mit dem ich mit Gott gesprochen hatte. Welche Sicherheiten ich in meinem Leben für so wichtig halte. Und er sieht all den Einsatz, den ich hergebe. Er weiß darum. Jetzt ist aber nicht die Zeit sich den Kopf darüber zu zerbrechen. Nicht, dass ich meinen Deal vergessen würde. Aber momentan kann ich mich in andere dinge investieren. In Menschen, die jetzt da sind.

Ein Deal mit Gott? Ja. Nur wie sieht ein solcher Deal aus? Wo ist die Grenze zwischen einer Abmachung, einem Bund und einer Versuchung? Sollte ich mich von solchen Deals abhängig machen? Wo ist also die Grenze?
Vermutlich ist es gar nicht so einfach. Aber wo Gott nicht im Mittelpunkt steht, sondern meine eigenen Bedürfnisse und mein Ego, da wird es sehr gefährlich. Will ich dieses Zeichen, dass sich Gott darin zeigen kann? Oder will ich das Zeichen, dass ich meine eigenen Ziele erreiche? Lass ich in meiner Abmachung Gott Raum mich zu belehren und mich zu lehren? Oder will ich mich selbst nur bestätigen? Schau ich dabei auf Gott? Oder nur auf mich? Lege ich Gott fest oder lasse ich ihm Freiraum?
Alles Fragen, die ich nicht absolut sehen will. Ich habe das alles selbst noch nicht fertig gedacht. Vielleicht hast du dir über dieses Thema auch schon Gedanken gemacht. Hast du schon einen Deal mit Gott geschlossen? Sind solche Fragen, wie ich sie hier stelle in solch einer Situation überhaupt relevant? Wo ist die Grenze zwischen Deal und Probe? Welche Motivation spielt dahinter eine Rolle?
Lass es mich doch wissen und lass einen Kommentar da. Oder sprich mich doch mal an, wenn wir uns sehen^^

Liebe Grüße und Gott befohlen

Sonntag, 14. Juni 2015

Gut Gfad

Pfadfinder. Ich hatte noch nie so wirklich eine Vorstellung, was Pfadfinder eigentlich genau sind. Klar, die gehen in den Wald und machen da Dinge. Aber was genau und wie das genau aussieht, das wusste ich nicht. An diesem Wochenende durfte ich ganz viel über Pfadfinder lernen und vor allem von ihnen lernen. Ich habe festgestellt, dass sehr vieles sehr wertvoll ist. Ein paar Hauptschwerpunkte fasse ich hier mal etwas zusammen. Vielleicht ist auch etwas für dein Leben mit dabei.

Die Zeit:
Wir hassten viel zu schnell von A nach B. Nehmen uns kaum Zeit für Dinge und machen schnell, schnell. Was aber, wenn wir uns mal wirklich Zeit nehmen würden? Was, wenn wir uns für die wichtigen Dinge oder auch für die unwichtigen Dinge einfach mal Zeit lassen? Klar, wir sind an manche Dinge gebunden. Aber gerade dieser Lebensstil verleitet dazu auch die Dinge zu schnell anzugehen, die Zeit brauchen. Egal ob es vielleicht eine Idee in deiner Gemeinde ist oder ganz persönlich ein Vorhaben, dass du verwirklichen möchtest. Ich will damit nicht sagen, dass wir Dinge auf die lange Bank schieben sollen. Aber dass wir manchen Dingen mehr Zeit geben müssen um gesund zu wachsen oder sich gesund zu entwickeln. Vielleicht ist auch der richtige Zeitpunkt noch nicht da. Projekten und Vorhaben Zeit geben. Das habe ich gelernt und möchte ich selbst umsetzen.

Ganzheitlichkeit:
Das Stichwort, das ich auf jeder Schulung gehört habe. Das Stichwort, dass ich immer schön abnicke, aber selten angewendet habe. Warum eigentlich? Vermutlich, weil ich nie praktisch erlebt habe, was die Vorteile davon sind. Anders an diesem Wochenende. Gerade die Pfadkinderarbeit lebt von diesem ganzheitlichen Ansatz. Kopf, Herz, Hand. Es gibt einfach mal faktisches Wissen, dass einem beigebracht wird. Wie ist ein Werkzeug zu benutzen, wie knote ich richtig usw. Kopf. Danach wird das Wissen gleich praktisch angewandt. Das Werkzeug wird benutzt, Stämme zusammengeknotet. Man tut aktiv etwas. Hand. Und zu guter letzt die Gefühle um die es eh immer geht. Wenn das Projekt am Ende fertig ist. Wenn man zufrieden ist. Auch was während dem bauen passiert. Das macht was mit einem. Herz. Wenn man nun darauf aufbauen kann und dann noch eine Andacht halten kann(die muss nicht mal groß ausgearbeitet sein), dann wirkt das. Dann wird das geistliche mit dem Menschen verknüpft. Ganzheitliches arbeiten ist mir nun viel mehr bewusst als zuvor und ich will es deutlich öfters bewusst zum Zuge kommen lassen als bisher.

Verantwortung abgeben:
Der obligatorische dritte Punkt. Schon am Dienstag hatten wir es im Unterricht davon. Nun ist es mir noch einmal deutlich bewusster geworden. Verantwortung an seine Jungscharler, Teens usw. abgeben. Sie damit wertschätzen. Ich brauche nicht selbst alles unter Kontrolle haben. Natürlich über alles den Überblick, aber Verantwortungsbereiche teilen und abgeben. Kinder in die Verantwortung mit hinein nehmen. Ihnen Vertrauen aussprechen. Gleicher unter Gleichen sein. Sich als Teil der Gruppe verstehen und nicht als Leiter, der allein den Ton angibt. Ruhig Entscheidungen an die Teilnehmer abgeben und sie in den Prozess mit hinein nehmen. Dabei braucht nicht alles durchgeplant sein bis ins letzte. Unser Ziel sollten wir vor Augen behalten, aber der Weg dorthin, der kann von den Teilnehmern sehr gut gestaltet werden. Warum nicht die Jungscharler auf einem Zeltlager entscheiden lassen, wo sich manche Dinge befinden? Warum sie nicht entscheiden lassen was als nächstes gemacht wird?

Das waren nur drei Punkte von so vielem was ich lernen durfte. Ich freue mich über Rückfragen oder auch Diskussion. Seht ihr die Punkte ähnlich? Gibt es was zu ergänzen? Lasst doch einen Kommentar da^^