Mittwoch, 15. Oktober 2014

Viel zu tun

So ist es tatsächlich. Unter der Woche ist immer mega viel zu tun. Da bleibt kaum Zeit um mal gemütlich Blog zu schreiben, bzw. da hat man manchmal einfach auch keine Lust. Aber nun ist es mal wieder so weit. Wieder mal einen Einblick in mein Studentenleben auf dem Berg.

So grundsätzlich läuft es eigentlich ganz gut, mal abgesehen davon, dass unsere Kopiernummern nach 1 1/2 Monaten immer noch nicht freigeschaltet sind. Mittlerweile würde ich behaupten, dass ich mich ganz gut hier eingelebt habe. Die Wege sind mittlerweile ganz normal geworden. Wenn man sich am Anfang noch voll neu und so gefühlt hat, so nimmt mich der Alltag mehr gefangen und lässt mich die Dinge hier relativ nüchtern betrachten. Nicht im Sinne von Beteiligungslos. Es wirkt einfach alles irgendwie "normal". Klar fühlt man sich manchmal doch noch als "der Neue" hier, aber die meisten einleitenden Veranstaltungen sind eigentlich mittlerweile rum. Nur noch der Elternbesuchstag steht uns bevor, dann sind alle Zusatzdinger rum und es lässt sich entspannt studieren.
Ich könnte nun auf ein paar Sachen eingehen, die in den letzten beiden Wochen waren, aber das wäre fast schon zu viel. Bei Interesse einfach mal nachfragen ;) Nur spannend zu erwähnen ist eigentlich, dass ich nun im Teenkreis in Würzbach angefangen habe. Also als Mitarbeiter. Das tut einfach gut, nicht nur Theologen um sich zu haben, sondern auch Teens, die ganz anders drauf sind. Irgendwie muss man ja auch auf dem Boden bleiben. Der Einstieg beim Turn 2 Heaven war da denke ich ganz passend. der T2h ist ein Jugendgottesdienst der Altburger.

In den letzten drei Tagen(mo-mi) waren die Geschwistertage hier auf dem Berg. Die zwei Abende(Mo. und Di.) sind mit Programm geplant. Bei den Geschwistertagen kommen alle ehemaligen Studenten der LM zusammen und verbringen etwas Zeit miteinander. Montags war wohl eine skurrile Gruppe auf der Bühne, die etwas über Martin Luther gemacht hat. Ich kenne den Namen der zwei Personen leider nicht, aber vielleicht ist es auch besser so. Es war wohl sehr ... naja, ... speziell. Sagen wir speziell. Ich durfte hingegen 2 1/2 Stunden auf Getränke aufpassen und sie ggf. nachholen. Montags gab es Nachmittags einen Vortrag zur Geschichte der LM. Dazu erscheint vermutlich im kommenden Jahr auch ein Buch dazu. Der Missionsabend war dann hauptsächlich geprägt von Berichten der Bereichsleiter. Teilweise interessant und teilweise auch eher trocken. Spannend wird hingegen das Thema syrischer und irakischer Flüchtlinge hier in Deutschland und speziell auch in Liebenzell. Ab Oktober kommen bereits die ersten.


Was das Lernen hier angeht, da bin ich frohen Mutes. Noch bin ich hochmotiviert. Vor allem Griechisch macht mir wirklich Spaß!!! Ja, ich glaub es auch kaum, aber es ist wirklich interessant. Da macht mir was anderes mehr Sorgen. Wir haben auch Bibelkunde. Das bedeutet, dass wir mehrere Tests schreiben werden über die biblischen Bücher. Dort müssen wir Kapitelgenau wissen, was drin steht. Im Test wird beispielsweise gefragt: Was steht in 1. Samuel Kapitel 16? Und wir müssen dann antworten, dass dort David zum König gesalbt wird von Samuel. Dies war noch relativ einfach. Nur kommt dort nicht nur ein Buch. Im ersten Test werden 1/2 Samuel, 1/2 Könige und Amos und Matthäus abgefragt.

Montag, 6. Oktober 2014

Die vom Berg in Würzbach

Am letzten Freitag war nicht nur Tag der deutschen Einheit, nein, auch die 5. deutsche Vokobabameisterschaft fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Und wer war dabei? Natürlich auch ein Team aus Liebenzell. Ronny, Lukas und ich traten als "die vom Berg" gegen 5 andere Teams aus unserer Gruppe an. Dieses Jahr waren es sogar 11 Mannschaften. Es gelang uns leider nicht ins Halbfinale einzuziehen und so spielten wir in einem mehr als spannenden Spiel um den 5. Platz, den wir leider mit 19:17 an die Rucksackrapper verloren. So erhielten wir eben eine Urkunde für Platz 6.
Den Rest des Wochenendes verbrachte ich auch in Würzbach. Am Samstag erfreute ich mich einer Partie Crossgolf und Sonntags war es dann dran etwas zu lernen. Den Erntedankgottesdienst nahm ich natürlich auch mit und verpflichtete mich zeitgleich dazu am 26. Oktober in der "Stund" vom FSJ und meinem Plan erzählen. Herzliche Einladung schon jetzt.
Heute bin ich wieder in Liebenzell und gerade komme ich von einem mehr als anstrengenden Fachvortrag über eine philosophische Begründung, warum ein Glaube an einen Gott realistisch ist. Ein Professor aus Kanada ist diese Woche auf m Berg. Er kommt von der Partnerhochschule dort. Das ganze war halt ein Fachvortrag auf Englisch, dem ich leider nur mehr oder weniger gut folgen konnte. Am Anfang ging es noch, dann las die Konzentration nach, dann war ich raus und kam nicht mehr rein. Ich begann Griechisch Vokabeln zu lernen. Als ich mit allen durch war, da war der Vortrag leider immer noch nicht zu Ende. Ich versuchte wieder zu folgen, was mir auch kurzzeitig gelang. Dann aber verstand ich wieder kein Wort. Als der Vortrag aus war, verstand ich von 5 Fragen, lediglich die Letzte. Wenn ich die Antwort verstanden hätte....

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Krieg dem Greek

Gut, ganz so martialisch muss es nicht sein. Aber dennoch ist es bereits jetzt ziemlich herausfordernd. Aber mir persönlich macht es sehr viel Spaß. Also Griechisch. Die größte Herausforderung ist im Moment aber die Präpositionen zu kapieren. Das ist nämlich wirklich nicht ganz so leicht. Wenn man ca. 15 bis 20 verschiedene Wörter hat, die teilweise in verschiedenen Fällen(also Genitiv, Dativ usw.) eine andere Bedeutung haben und dann nicht nur eine, sondern gleich 2 bis 5, dann ist es schon etwas herausfordernder. Wenn dann επί(epi) im Genitiv "auf, bei, an, zur Zeit, aufgrund, in Gegenwart von" heißen kann und dann im Dativ die Bedeutung "auf, bei, aufgrund, gegen" und dann im Akkusativ die Bedeutungen "auf, bei, an, bis zu, gegen" hat, dann kommt man da sehr leicht durcheinander. Vor dieser Aufgabe stehe ich zumindest an diesem Wochenende. Bin mal gespannt, ob ich die danach kann. Was passiert sonst noch so alles? Immer wieder viel verschiedenes. Mal sitzt man da, mal dort. Man unterhält sich mit denen oder mit jenen. Noch ist es ganz klar die Phase des Kennen Lernens. Zumindest bei ganz viel verschiedenem. Außerdem hab ich eine Zweierschaft mit dem Micha Ulmer angefangen. Also, dass wir uns jede Woche treffen, schwätze und dann auch im Gebet füreinander einstehen.
Auch der Chor hat nun begonnen. Wir singen bei einem Weihnachtskonzert Mitte Dezember. Der Chorleiter ist echt super. Zwei Stunden Proben die Woche. Aber es macht echt Spaß. Habe mich mal in die Bassstimme eingefunden. Wir singen dann am Ende so um die 10 Lieder. Wie viel genau weiß ich noch gar nicht. Nur werde ich auch das ein oder andere Mal fehlen. Denn zwei mal habe ich statt Chor meine CD Stunden. Das sind die Campus Dienst Stunden, die wir hier ableisten müssen. Ich mache die zum einen im Mediapool(Bedeutet Bilder und so zeug durchforsten und auswählen) und auch im Missionsmuseum. Also ein paar Führungen machen und Menschen von der Mission erzählen. Und genau dieser zweite Job liegt zwei Mal am Mittwoch während dem Chor.
Jetzt freue ich mich aber auf das morgige Vokobabaturnier, bei dem ich mit einem Liebenzeller Team (die vom Berg) antreten werde. Und dann bin ich das verlängerte Wochenende(Tag der deutschen Einheit) daheim. Freue mich schon.

Freitag, 26. September 2014

Entspannung und Durchstarten

Wow, jetzt ist die erste Woche Studium schon rum. Das Wochenende steht bevor. Bisher ging es richtig gut los. Auch wenn noch nicht alle Module am Start wahren, noch nicht alle Lehrer und Dozenten sich gezeigt haben und auch wenn noch das Schmalspurprogramm war. Es war trotzdem richtig gut. Angefangen in der Pädagogik, über das Neue und Alte Testament bis hin zu griechisch war alles irgendwie drin. Bisher sind alles nur Grundlagen. Es heißt ja auch Grundstudium. Im Reiter "Mein Studium" erkläre ich die Fächer genauer. Was aber schon so richtig losging war griechisch. Die erste Doppelstunde war allein die Vorstellungsrunde, die zweite Doppelstunde war dann die Motivationsrede und Einführung ins Modul. Heute ging es dann richtig los mit den ersten Grammatikalischen Ansätze und Leseübungen. Motivation ist top, aber der Anspruch der an einen gelegt ist ist auch hoch. Es ist ein 15 CP Modul. Für alle denen das nichts sagt: 450h Aufwand im gesamten Studiumsjahr. Mein erstes Jahr wird sich also hauptsächlich mit Griechisch beschäftigen. Ein Viertel meines ersten Jahres.
Auch gleich der erste Hammer war eine 2-3 Stundenaufgabe von Donnerstag auf Freitag. Manch ein Student wird vielleicht sagen, dass das ja noch total wenig und entspannt ist. Bisher ja. Das stimmt. Dennoch ist es schon ein merkbarer Unterschied zu den Anforderungen, die einem im Abi gestellt werden. Zumal das lediglich die Vorbereitung auf die nächste Vorlesung war. Es ging bei der Aufgabe vor allem um die Reichsteilung Israels. Sehr spannend, wenn man in den Texten mal mehr versucht ins Detail zu gehen. Sehr spannend zu überlegen wie es sein kann, das es 12 Stämme in Israel gibt. 10 davon werden Jerobeam versprochen und zu Salomo wird gesagt, dass sein Sohn 1 Stamm behalten wird. Wie passt es nun also zusammen, dass 1 Stamm + 10 Stämme = 12 Stämme ergibt?!? Sehr merkwürdig oder nicht? Vermutlich liegt es am Stamm Simeon. Da dieser in Juda einverleibt ist wird dieser nicht mehr als extra Stamm gezählt. Dies ist aber nur eine Vermutung. Zudem waren viele Parallelen zu anderen biblischen Geschichten wie David, Jakob und Esau, Aaron und Mose usw. dabei. Ich habe schon richtig Lust auf die nächsten Vorlesungen.

Bei allem Lernen darf die Entspannung natürlich nicht fehlen. So war ich am Mittwoch mittag auch im Kurpark. Einfach nur Gott und ich. Eine Runde laufen, sich gemütlich an den Ententeich setzen und mit Gott ins Gespräch kommen. Einfach auch mal abschalten von allem bisher erlebten. Das ganze auch noch mal reflektieren, die Eindrücke verarbeiten. Diese Zeit werde ich mir versuchen wöchentlich zu nehmen. Wann genau weiß ich noch nicht. Zudem ist es schön Abends einfach noch am Feuer(Feuertonne) vor der Küche zu sitzen und einen Whisky zu genießen. Sich mit anderen Studenten zu unterhalten. Höhere Semester und natürlich auch der gleiche Jahrgang. Diese Zeiten zum Abschalten will ich mir auf jeden Fall beibehalten. Denn bei allem lernen in der Bibliothek und bei allen Vokabeln ist dies denke ich enorm wichtig. Das entspannen und den Kopf auch mal frei bekommen. In diesem Sinne freue ich mich auf einen Samstag in Würzbach, bevor es dann am Sonntag mit dem Semestergottesdienst weitergeht.

Dienstag, 23. September 2014

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne

Und in meinem Fall beschreibt er eine Art nicht enden wollender Vorstellungsrunden. Ich weiß nicht, wie oft ich jetzt erzählt habe, woher ich komme, was ich bisher gemacht habe, wie ich zum Glauben kam, was mein Background ist usw. Es scheint gar nicht aufhören zu wollen. Aber heute hat das Studium nun auch tatsächlich begonnen. Zumindest laut den Stundenplänen. Denn bisher waren meine ersten beiden Module ebenso von Vorstellungen geprägt. Es waren zwei Stunden TPP(Theorie und Praxis der Pädagogik) bei Markus Printz und es waren zwei Stunden Griechisch bei der Miham-Kim Rauchholz. In beiden Modulen durften wir uns zunächst vorstellen. Bei Markus Printz waren die Schwerpunkte über die wir erzählen sollten die passiven und aktiven Erfahrungen mit Erlebnispädagogik. Bei der Miham dann doch eher klassisch mit den Schwerpunkten der eigenen Prägung und welchem Theologischen Thema wir uns derzeit widmen. Damit verbrachten wir unseren Vormittag.
Davor war noch Atrium. Das ist etwas besonderes. Jeden Dienstag und Donnerstag trifft man sich als Studentenschaft im Atrium um 6:50 Uhr um miteinander zu frühstücken. Danach gibt es einige Infos und noch eine Andacht. Ein gemeinsames Abendessen gibt es jeden Mittwoch. Ebenfalls im Atrium.

Hier könnt ihr auf dem Bild meinen Theologiekurs sehen. Jede Klasse hat sein eigenes Gebetsposter. Dieses Gebetsposter hängt eigentlich in jeder WG und in fast jedem Zimmer. In jedem Büro und auch im Intranet der LM sowie bei den Liebenzellern Schwestern. Es ist dazu gut, dass jeder die Namen lernen kann und man gleichzeitig für die Personen beten kann. Sehr clevere Idee der SLG(Studien und Lebensgemeinschaft)