Sonntag, 14. Juni 2015

Gut Gfad

Pfadfinder. Ich hatte noch nie so wirklich eine Vorstellung, was Pfadfinder eigentlich genau sind. Klar, die gehen in den Wald und machen da Dinge. Aber was genau und wie das genau aussieht, das wusste ich nicht. An diesem Wochenende durfte ich ganz viel über Pfadfinder lernen und vor allem von ihnen lernen. Ich habe festgestellt, dass sehr vieles sehr wertvoll ist. Ein paar Hauptschwerpunkte fasse ich hier mal etwas zusammen. Vielleicht ist auch etwas für dein Leben mit dabei.

Die Zeit:
Wir hassten viel zu schnell von A nach B. Nehmen uns kaum Zeit für Dinge und machen schnell, schnell. Was aber, wenn wir uns mal wirklich Zeit nehmen würden? Was, wenn wir uns für die wichtigen Dinge oder auch für die unwichtigen Dinge einfach mal Zeit lassen? Klar, wir sind an manche Dinge gebunden. Aber gerade dieser Lebensstil verleitet dazu auch die Dinge zu schnell anzugehen, die Zeit brauchen. Egal ob es vielleicht eine Idee in deiner Gemeinde ist oder ganz persönlich ein Vorhaben, dass du verwirklichen möchtest. Ich will damit nicht sagen, dass wir Dinge auf die lange Bank schieben sollen. Aber dass wir manchen Dingen mehr Zeit geben müssen um gesund zu wachsen oder sich gesund zu entwickeln. Vielleicht ist auch der richtige Zeitpunkt noch nicht da. Projekten und Vorhaben Zeit geben. Das habe ich gelernt und möchte ich selbst umsetzen.

Ganzheitlichkeit:
Das Stichwort, das ich auf jeder Schulung gehört habe. Das Stichwort, dass ich immer schön abnicke, aber selten angewendet habe. Warum eigentlich? Vermutlich, weil ich nie praktisch erlebt habe, was die Vorteile davon sind. Anders an diesem Wochenende. Gerade die Pfadkinderarbeit lebt von diesem ganzheitlichen Ansatz. Kopf, Herz, Hand. Es gibt einfach mal faktisches Wissen, dass einem beigebracht wird. Wie ist ein Werkzeug zu benutzen, wie knote ich richtig usw. Kopf. Danach wird das Wissen gleich praktisch angewandt. Das Werkzeug wird benutzt, Stämme zusammengeknotet. Man tut aktiv etwas. Hand. Und zu guter letzt die Gefühle um die es eh immer geht. Wenn das Projekt am Ende fertig ist. Wenn man zufrieden ist. Auch was während dem bauen passiert. Das macht was mit einem. Herz. Wenn man nun darauf aufbauen kann und dann noch eine Andacht halten kann(die muss nicht mal groß ausgearbeitet sein), dann wirkt das. Dann wird das geistliche mit dem Menschen verknüpft. Ganzheitliches arbeiten ist mir nun viel mehr bewusst als zuvor und ich will es deutlich öfters bewusst zum Zuge kommen lassen als bisher.

Verantwortung abgeben:
Der obligatorische dritte Punkt. Schon am Dienstag hatten wir es im Unterricht davon. Nun ist es mir noch einmal deutlich bewusster geworden. Verantwortung an seine Jungscharler, Teens usw. abgeben. Sie damit wertschätzen. Ich brauche nicht selbst alles unter Kontrolle haben. Natürlich über alles den Überblick, aber Verantwortungsbereiche teilen und abgeben. Kinder in die Verantwortung mit hinein nehmen. Ihnen Vertrauen aussprechen. Gleicher unter Gleichen sein. Sich als Teil der Gruppe verstehen und nicht als Leiter, der allein den Ton angibt. Ruhig Entscheidungen an die Teilnehmer abgeben und sie in den Prozess mit hinein nehmen. Dabei braucht nicht alles durchgeplant sein bis ins letzte. Unser Ziel sollten wir vor Augen behalten, aber der Weg dorthin, der kann von den Teilnehmern sehr gut gestaltet werden. Warum nicht die Jungscharler auf einem Zeltlager entscheiden lassen, wo sich manche Dinge befinden? Warum sie nicht entscheiden lassen was als nächstes gemacht wird?

Das waren nur drei Punkte von so vielem was ich lernen durfte. Ich freue mich über Rückfragen oder auch Diskussion. Seht ihr die Punkte ähnlich? Gibt es was zu ergänzen? Lasst doch einen Kommentar da^^


Mittwoch, 13. Mai 2015

TMT is coming

Es kommt immer näher das teenagermissionstreffen. Kurz TMT. Ich befinde mich mitten in der zeltzeit und heute bin ich im monbachtal. Meine ehrenwerte Aufgabe: das Zelt bewachen. Noch ist reges treiben der Techniker und restlicher Zelt aufbauer. Ich hingegen hab's mir gemütlich gemacht und bewache das Zelt.
Bisher gab es ein kimife. Das zweite kindermissionsfest ist morgen. Anschließend dann die teens.
Ehrenwerte Aufgabe hier im Tal neben der Zelt Wache ist das verantwortlich sein über ein Zelt. genannt "stollzelt". Ähnlich wie das MA Zelt auf dem procamp. Dies darf ich verantwortlich aufbauen. Und abbauen. Bin gespannt wie das die nächsten Jahre wird.

Donnerstag, 23. April 2015

Identitätskrise und anderes

Schon wieder ist viel Zeit vergangen seit dem letzten Blog. Dennoch will ich mich aktualisieren. Und auch euch. Am Dienstag war unsere schriftliche Griechisch Prüfung. Ein großer Brocken, der nun weg ist. Vor allem, wenn man weiß, dass jeder bestanden hat. Zumindest das schriftliche. Das mündliche folgt noch nächsten Donnerstag. Nur bin ich somit in einer Identitätskrise. Was soll ich denn nun den ganzen Tag machen? Was ist Ziel, Sinn und Zweck meines Lebens, wenn ich kein Griechisch mehr habe? Zumindest die Zeit über, bis wir Hebräisch haben wird ein großes Loch bestehen bleiben. Wie bei vielen Fußballbegeisterten in der Sommerpause ohne WM oder EM. Um einen Vergleich zu ziehen.

Des Weiteren gab es ein Kindermusical. Ich hatte die Ehre die Kinder mit dem Bass zu begleiten. Echt genial. Nicht nur das Musical an sich. Das war wirklich der Wahnsinn. Nein. Auch dass ich mich verbessern konnte. Mit dem Bass natürlich. 

Es steht die Zeltzeit bevor. Also einen ganzen Monat lang kein Unterricht. Quasi fast so was wie Ferien. FAST! Denn Zeltzeit heißt Arbeitszeit, Arbeitszeit heißt, Missionsfeste feiern und das wiederum bedeutet, dass ich mich wirklich darauf freue. Zelte aufbauen, Pfingsmissionsfest, Kindermissionsfeste, Teenagermissionstreffen LGV Tag. Das alles kommt auf uns zu und wird wirklich großartig. Der einzige Dämpfer dabei ist, dass wir auch zeitgleich eine Katechese schreiben müssen. Also einen Stundenentwurf für unsere Sommerfreizeit. Wobei ich mich auch darauf schon freue, auch wenn diese noch Monate entfernt ist. 

Mit diesem Post wollte ich zwei Dinge erreichen. 
1. sollt ihr mal wieder von mir hören und
2. sollt ihr wissen, dass dieser Blog noch existiert und nun wieder Fahrt aufnimmt. Nun ist Griechisch so gut wie rum und ich habe wieder Kapazitäten. Also gedanklicher Art. Wisst ihr was ich meine?

Nun gut. Ich werde mich nun gleich weiter mit der Zwei Quellentheorie befassen, bzw. mit einer Alternative zu ihr. NT beim Volker Gäckle ist wirklich bereichernd^^. (also wirklich.. das war keine Ironie...)

Donnerstag, 19. März 2015

Ein Lächeln

Sehr genial, da läuft man in bietigheim zu seiner Praktikumsstelle am Fluss entlang, da läuft man einer älteren Dame über den weg. Wie man es gewohnt ist grüßt man Sie freundlich und was bekommt man zurück? Ein Lächeln und ein kleines Gespräch. Sie wird 90 Jahre alt und hat 7 Kinder. Insgesamt auch 7 Enkel. Von ihrer verwandtschaft wohnt nur ein Enkel auch in bietigheim. Sie ist also ziemlich einsam. Somit hat Sie sich unglaublich darüber gefreut, dass Sie jemand grüßt. Vor allem so ein junger Mann wie ich es ja bin. Es ist schön wie man so einfach anderen Menschen eine Freude machen kann. Nur ein paar Minuten mit jemandem reden. So leicht kann es sein. Ich denke wir können auf so einfachen wegen ein Zeugnis Christi sein.

Dienstag, 17. März 2015

Berge

Hier ein kurzer Bericht über Engersch. Es war ein geniales Wochenende. Nicht nur um seinen Jahrgang kennen zu lernen, sondern auch um Zeit mit Gott zu verbringen und auch um sich selbst zu reflektieren. Es war wirklich der Wahnsinn. Klar, ich bin schon häufiger mit meinen Eltern durch die Schweiz gefahren, aber Urlaub in den Bergen haben wir noch nie gemacht. So war es wirklich noch ein Stück gewaltiger. Genial ist vor allem die Ruhe, die Stille. Im Vergleich zu Deutschland hört man dort nur die Natur. Den Bergbach, die Vögel, die herabfallenden Steine. Wirklich super. Das nächste ist die Aussicht. Der Hammer. Genial. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Faszinierend. Am Freitag war es unter anderem die Aufgabe ein Wort des Herrn zu erbeten. Nun gut. Ich machte mich auf den Weg. Ich hatte ein wirklich gutes Gespräch mit Gott. Knapp 2 Stunden lang lief ich, machte Pause, genoss ich, betete ich. Gott schien mich ein paar Fragen zu stellen.
Die erste war, ob ich mich nicht, wie bei der Gondel, einfach von ihm hinauftragen lassen würde. Ich lief auf einen Berg hoch und das aus eigener Kraft. Gott fragte mich: Wo willst du aus eigener Kraft auf den Berg? Wo in deinem Leben willst du dich nicht tragen lassen, sondern es selbst in die Hand nehmen? Die zweite Frage war ein wenig später. Ich fand ein kaputtes Kletterseil. Gott schien mich hier zu fragen: Wo verlässt du dich auf menschliche Sicherheiten? Wo vertraust du nicht auf mich(Gott)? Wo hängst du dich nicht völlig an mich dran? Als ich dann wieder den Berg hinab ging saß ich am Ende auf einer Bank und schaute den Hang hinauf. Da waren so Auffangnetze für einen Steinschlag. Gott schien mir zuzusprechen, dass er mich auffängt, selbst wenn ich mich auf die falschen Dinge verlasse. Selbst wenn ich mich an die menschlichen Seile hänge, fängt er mich auf und hält mich fest. Genial. Ein genialer Nachmittag.
Am nächsten Tag(Samstag) wanderten wir dann auf den Berg hinauf. Querfeldein. Es lag noch etwas Schnee. An vielen Stellen sogar richtig tief. Ich sank bis zur Hüfte ein. Es war anstrengend, aber auch richtig genial. Wir waren eine Gruppe von 15 Studenten. Das beste war das wieder runter gehen. Gehen ist da sogar das falsche Wort. Es war vielmehr ein Sliden. Wir warfen uns in die Schneefelder und rutschten einfach den Berg wieder runter. Es war so gut. Ebenso habe ich etwas von meiner Liste: Dinge die ich in meinem Leben gemacht haben will! erledigt. Nämlich aus einem Gebirgsbach trinken. Einfach gut. Das Bergwasser war eh genial. Ich komme aus dem Staunen schon nicht mehr heraus.
Noch erwähnenswert waren die Mentoring-Gespräche. Nicht mit jemand aus der SLG, sondern mit meinen Mitstudenten. Wir waren in 8er Gruppen aufgeteilt und es war unsere Aufgabe jedem die persönliche Wahrnehmung mitzuteilen. 1. Schritt: Erster Eindruck. 2. Schritt: Heutiger Eindruck. 3. Schritt: Wo sehe ich die Person in 4 Jahren bzw. was wünsche ich ihr. Es war schön. Es war ehrlich. Es war nur gut. Ich konnte vieles mitnehmen.

Vieles habe ich die letzten Tage erlebt. Über vieles muss ich noch nachdenken. Bereits im Oktober fahren wir wieder runter. Ich freu mich schon jetzt drauf. Dies war wieder mehr ein Bericht, als Fragen und Anregungen, aber ich will dir Mut machen und auch dir die Fragen stellen, die Gott mir gestellt hat. Vielleicht sind sie auch für dich dran:
1. Lass ich mich von Gott tragen? Will ich Dinge selbst in die Hand nehmen, ohne Gott?
2. An welche Sicherheiten klammere ich mich? Wo bin ich nicht am Sicherheitsseil Gottes?
3. Ermutigung: Du fällst in Gottes Hände wenn dein menschliches Seil reist!

Ab Donnerstag geht es nach Bietigheim ins Gemeindekurzpraktikum. Auch das wird spannend.